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Das Instrument Tabla

© 2002 by Indische Tabla-Schule, Peter Huber

Der Begriff
"Tabla" kann von den beiden Wörtern "ta" (lit.: „etwas“) und bolo (lit.: „sprechen“) abgeleitet werden und ist ein Sammelbegriff für das Trommelpaar; „Dayan“, die Rechte und „Bayan“, die Linke. Der Name Tabla ist zweideutig, denn die Dayan kann mitunter auch als Tabla, demzufolge die Bayan auch als "Dugga" bezeichnet werden.

In der Sprache „Hindi“ sind beide Trommeln maskulin, in deutscher Sprache kommt jedoch der Begriff "die Tabla" in Anwendung, da es für gewöhnlich mit "die Trommel" bzw. "die Trommeln" identifiziert wird.

Eine Dayan (die Rechte) wird aus einem Holzblock (Kundi genannt), zylindrisch gedrechselt, vorzugsweise des  „Sheesham"-,  „Khadir“- oder des "Biwla" - Baumes. Das Holz des Biwla- ist seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlich und das Holz des Khadir-Baumes wird seit 1992 nicht mehr im Instrumentenbau verarbeitet, da die Abholzung und der Export durch die indische Regierung gestoppt wurde.
Die bevorzugte Wahl bleibt demzufolge beim Holz des Sheesham-Baumes. Sheesham ist die beste Wahl, da dieses Holz in dessen Eigenschaft eine sehr hohe Rohdichte aufweist und somit äusserst hart und schwer ist. Die Bezeichnung "Sheesham" ist identisch mit ostindischem Palisander. Unter Sheesham sind zwei Sorten bekannt: "black Sheesham" und "red Sheesham", beide sind für die Herstellung der Dayan in Gebrauch.


Eine Bayan (die Linke) wird aus Kupfer- oder Messingblech hergestellt. Kupfer wird aus drei Teilen gehämmert und  verschweisst, Messing wird geformt. Früher waren auch Bayan aus Ton gefertigt worden, heute sind diese aber kaum in Gebrauch.

Ein Tabla-Fell  
(Puri genannt) wird aus Ziegenhaut gefertigt, nur die genaue Felldicke bietet optimale Klangnuancen und Sustain. Ein Dayan- bzw. ein Bayan-Fell besteht aus folgenden Teilen: demjenigen Fell, das ganz über die Trommel gespannt wird, "Sur" genannt, dem ringförmigen Fellteil (oben aufliegend) der nur etwas über den Rand des Trommelgefässes ausgeschnitten ist, wird "Kinar" genannt, sowie der Naht, bzw. dem Ring, der die Felle zusammenfasst, dem so genannten "Pagri". Äusserlich nicht sichtbar gibt es ein drittes Fell dass direkt innen auf dem Trommelrand aufliegt, es dient dort als Schutz vor Reibungen der Gefässoberkante.

Die
schwarzen Membranen auf den Fellen werden „Shyahi“ genannt. Ein Shyahi wird aus pulverisiertem Stein mit sehr hohem Eisengehalt gefertigt, dies wird in ganz bestimmten Regionen in Indien aus Felsgestein herausgemeisselt und bis zu feinstem Pulver zerrieben. Eine gute Qualität dieses Pulvers, dass "Loha" genannt wird, muss so fein sein, dass es durch ein Baumwolltuch gerieben werden kann. Als Klebesubstanz wird je nach Rezeptur Reis oder Mehl verwendet.

Die Mischung des Pulvers und dem Kleber ergeben eine Paste, die in bis zu ca. 30 Schichten auf ein Fell aufgetragen werden. Das wichtigste Werkzeug zum Auftragen der Paste ist ein abgerundeter Stein, mit dem jede einzelne Schicht unter hohem Druck gerieben wird. Die Masse bzw. das Gewicht, und die Grösse des Shyahi entscheidet dann schlussendlich über die Stimmung, die einem Fell gegeben wird.
Die Shyahi wird bei einer Dayan genau ins Zentrums des Puri aufgetragen, während diese bei der Bayan aus physikalischen Gründen der Spieltechniken etwas dezentriert angeordnet ist.
 

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Stand: Montag, 02. November 2015.