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Geschichte und Herkunft des Tabla

 

Geschichte und Herkunft des Tabla

© 2002 by Indische Tabla-Schule, Peter Huber

Die Geschichte des Tabla basiert auf Geschichten, die von Musikerfamilien weiter erzählt werden. Die Tabla, wie wir sie heute kennen, durchging vielleicht einen langen Prozess, der in sehr frühen Zeiten begann. Nach mündlicher Überlieferung geht das Trommelpaar auf einen Musiker, Komponisten und Poeten namens Sufi Amir Khusrao (1253 -1353), der in Delhi während der Regierungszeit von Allaudin Khilji gelebt haben soll, zurück. Der Name des Instrumentes soll auf einen arabischen Musiker namens Tubal zurückgehen. Aus Tubal wurde Tabol und schliesslich Tabla. Diese Daten sind jedoch relativ unsicher.

Tatsache ist, dass die Hindus lange zuvor verschiedene Instrumente, ähnlich wie Tabla spielten, diese nennt man heute Pakhawaj und Mridangam lange bevor die Muslime in Indien Residenz nahmen. Doch auch sie brachten verschiedene Schlaginstrumente mit sich, diese nennen sie „Tabl“.
Im frühen 16. Jahrhundert brachten Moghule verschiedene Grössen von Kesseltrommeln nach Indien, u.a. die Nakkhara-Trommeln. Diese wurden auf den Rücken von Pferden und Kamelen für Schlachtmärsche und Paraden gespielt. Unter anderem wurden diese auch „Tabl-Jang“, Kriegstrommeln genannt. Viele prominente Musiker sind der Meinung, dass das heutige Tablapaar vom Tabl-Jang stammt. Die Erfindung des Shyahi ist jedoch eine eindeutige Konstruktion der Hindus, wodurch man auch nur mit den Händen spielen konnte, gegenüber der Nakkhara der Moslems, die mit Schlagstöcken gespielt wurden.

Die älteste Hindu-Erklärung der Herkunft, soll auf die Pakhawaj zurückzuführen sein, dass von den Tabla in Nordindien abgelöst wurde. Die Pakhawaj wurde in alter Zeit für den klassischen Dhrupad erfunden. Eine weit verbreitete Version über den Ursprung des Tablapaares besagt, dass dieses von der Doppelkonustrommel Pakhawaj abgeleitet worden ist, die in zwei Teile geteilt wurde. Folgende Geschichte gibt es über diese Zweiteilung zu erzählen:

“Sudhar Khan und Baghawan Das waren als Pakhawaj-Spieler am Hof von Delhi angestellt. Eines Tages schlossen sie eine Wette ab, es galt herauszufinden, wer der Bessere von den Beiden sei, müsse sich einen Daumen abhacken lassen.
So geschah es, dass Sudhar Khan der Bessere war – somit verlor dieser die Kompetenz am Hof von Delhi zu spielen - aus lauter Wut darüber schlug er seine Pakhawaj auf eine Marmortreppe und die Trommel zerbrach mit einem lauter Ton in zwei Teile“. Von da an bezeichnete man dann diese beiden Teile „Ta bol“ – oder „Ta bolo“, was übersetzt in Hindi soviel wie „Etwas spricht“ heisst. Die Fortsetzung der Geschichte:
“Sudhar Khan nahm seine beiden Teile, flüchtete und versteckte sich über zwanzig Jahre lang. Als er nach dieser Zeit wieder zurück kam, wurde er als erster Tabla-Spieler gefeiert“.

Wie dem auch sei, erst als im 18. Jahrhunderts der neue Gesangsstile geschaffen wurden, setzte sich die Tabla durch und ersetzte die Pakhawaj als führendes Trommelinstrument. In der klassischen und halb klassischen Kunstmusik (Khyal, Thumri, Ghazal), in der Begleitung der Kathaktänze, in der religiösen Volksmusik, sowohl in der hinduistischen (Bhajan, Kirtan) , als auch in der islamischen (Qawal). Der Pakhawaj wurde nur noch dem strengen klassische Stil des Dhrupad überlassen.

So lässt sich eine Reihe von Schlaginstrumenten und möglichen Geschichten erklären, die zur Entstehung dieses einzigartigen Instruments geführt haben soll. Was mich aber persönlich am meisten beeindruckt, ist die Tatsache, dass es in der heutigen Form sowie Hindus als auch Moslems vereint. Welche Kunstmusik kann schon den Einfluss von zwei verschiedenen Religionen vorweisen?

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Stand: Montag, 02. November 2015.